Galvanik
EJOT plant die Errichtung einer innovativen, ressourceneffizienten Zink/Nickel-Trommelgalvanik und verbessert dadurch die Ökobilanz.
Auf Grund des Verbots von Chrom VI-Bestandteilen bei metallischen Oberflächenbeschichtungen durch die EU-Richtlinien 2000/53/EG („EU-Altautorichtlinie“) und 2002/95+96/EG („EU-Elektronikschrottrichtlinien“) mussten alternative Oberflächenbeschichtungssysteme mit einem wirksamen Korrosionsschutz, die ohne das karzinogene Chrom (VI) auskommen, weiterentwickelt werden.
Durch den vermehrten Wunsch der Automobilindustrie und deren Zulieferer hat sich EJOT für das Zink/Nickel Beschichtungssystem entschieden. Zudem passen die technischen Eigenschaften der Oberflächenbeschichtung (z.B. der hohe Korrosionsschutz bei dünnen Schichtstärken) hervorragend zu den von EJOT hergestellten Produkten.
Ein Teil der bestehenden Sauer-Zink-Galvanik im Werk Eberhard Jaeger in Bad Laasphe soll unter Abnahme der bestehenden Kapazitäten ersetzt werden. Dabei wird auf den Einsatz von Chrom-(VI)-Bestandteilen verzichtet. Die Zink/Nickel-Anlage wird mit einer Investitionssumme von über 2,4 Mio. € errichtet. Die Investition sichert mittelfristig die Arbeits-plätze bei EJOT in Wittgenstein und führt zur Umsetzung von neuen innovativen Techniken.
Die bisherige Galvanik hatte ein Wirkbadvolumen von ca. 26 m³. Durch die jetzt geplante Erweiterung der Zn/Ni-Anlage wird das Wirkbad-Volumen auf ca. 33 m³ erhöht. Somit wird ein Genehmigungsverfahren gemäß § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz notwendig.
EJOT legt in der Projektierung der Zn/Ni-Anlage nicht nur größten Wert auf eine wirtschaftliche sondern auch auf eine umweltverträgliche Umsetzung. Dabei können verschiedene ökologische Gesichtspunkte Berücksichtigung finden.
So soll die neue Zn/Ni-Anlage mit einer erstmalig in Deutschland betriebenen Prozeßwasser-Rückführungs-Anlage abwasserfrei betrieben werden. Dieses Verfahren ist damit sogar förderungswürdig nach den Kriterien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).
Zur Kühlung des Zn/Ni-Elektrolyten und zur Spitzenkühlung der Sauer-Zink-Anlage soll eine Kreislauf-Kälteanlage zusätzlich errichtet werden.
Damit trägt EJOT aktiv zum Gewässerschutz bei, da das am Grundstück angrenzende Gewässer „Banfebach“ nicht zusätzlich mit der Entnahme und Einleitung von Kühlwasser belastet wird.
Durch die Wiederverwendbarkeit des Zn/Ni-Elektrolyten soll u. a. die Abfallmenge bzw. Abwassermenge um ca. 500 t/a reduziert werden.
“Damit ist nicht nur der Umwelt, sondern auch den ökonomischen Gesichtpunkten Rechnung getragen“, so die Geschäftsführer Winfried Schwarz und Dr. Dieter Grotmann. “Wir reagieren auf die staatlichen und die damit verbundenen Kundenanforderungen und verbessern deutlich die Ökobilanz“.



